- Hier wird eine kurze
Verfahrensweise, aus Sicht eines Users zum einrichten eines ML-DOS dargestellt. ML-DOS ist das
einzige Betriebssystem für den KC85/4, daß dem KC-System den Einsatz
von Festplatten erschließt. Als
Beispiel wird die Einrichtung der Festplatten unter dem KCemu von Torsten
Paul herangezogen. Es ist aber auch für richtige Festplatten und
CF-Karten gültig.
- Es werden folgende Programme und Dateien zum einrichten benötigt: ASM,
LINK131 o.ähnl., SYSGEN15, TPKC
o.ähnl., CALDPB.INC, CALHDD.INC, OPTION.INC,
CCP.REL,
ZBIOS.MAC, ZDDOS.ZRL (ZSDOS.ZRL). Nicht fehlen sollten POWER
und GIDE09 sowie die benötigten Treiber. (ZAS,
Drucker, Tastatur usw.)
- Anstatt acht, stehen mit ML-DOS dann 16 Laufwerke zur Verfügung. Die Befehle <,> zur
Stapelverarbeitung einer SUB-Datei sind
leider nicht mehr möglich und wird man vermissen. Deren Abarbeitung geschieht über eine Kommandodatei
SUBMIT und angeforderter SUB-Datei. Ein Laufwerk als Systemlaufwerk kann nicht mehr eingestellt werden.
Dieser Befehl ist nicht mehr ganz so relevant, da man deutlich größere
Speichereinheiten hat. Es gibt unter ZSDOS einen Suchpfad, bzw. das Attribut P "public" allgemein unter ZDOS. Dateien mit diesem Attribut können aus allen USER-Bereichen des Datenträgers heraus verwendet werden.
Vom Laufwerk B: kann natürlich weiterhin mit einer MicroDOS- oder CAOS-Diskette gestartet werden. Man hat so wieder
sein altes System zur
Verfügung.
In Gegensatz zu CP/M können mit ZDOS, Laufwerke bis zu einer Größe von 1048576 KB = 1 GB verwaltet werden. Unter CP/M (siehe z.B. MyZ80 Containerdateien vom Typ DSK) max. 8192
KB. Das ist allerdings auch die funktionale Grenze für einige ältere Standardprogramme. Einzelne Dateien können unter ZDOS eine Größe bis zu 32768 KB haben. Das heißt 262144 log. Records umfassen. (Genauere Informationen gibt es auf den Seiten des KC-Clubs, Rubrik Software)
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- Im Bild rechts zu sehen: Die eingetragenen Angaben zu den
verwendeten Datenträger. Diese stehen z.B. auf den Festplatten. Zum herausfinden kann
man sie an einem PC anschließen und im BIOS erkennen lassen.
Einfacher geht es mit dem Programm GIDE09. Mit (t) kann man
die Anzeige Master / Slave wechseln.
- Die genaue Bruttogröße eines Datenträgers errechnet sich nach:
- Zylinder * Köpfe * Sektoren * 0,5 ; z.B. 560 * 6 * 26 * 0,5 = 43680 KB
- die zu verwendene Spurgröße:
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Köpfe * Sektoren * 0,5 ; z.B.
6 * 26 * 0,5 = 78 KB
- Im Bild unten sind die Einträge zur Partitionierung zu sehen. Es gilt:
1MB = 1024 KByte ! Z.B. 16 MB
=16*1024 KB = 16380 KB = 16,38 MB
- Das ergibt für diese Festplatte (ST-157A),
bei einer Partitionsgröße von 16MB: 16380 KB / 78 KB = 210
Spuren. Für die akktive erste Partition kommt noch eine Systemspur dazu, also
211 Spuren sind hierfür anzugeben.
- (ungerade
Ergebnisse => nur Integer-Teil verwenden)
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Für den KCemu muß das MyZ80 Laufwerk richtig eingetragen sein, wenn man Zugriff auf den Dateityp
(DSK) des Z80-Emulators haben will. Zwei Partitionen lassen sich
dahinter anhängen und problemlos nutzen (s.Bild).
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- Im Bild oben sind die fertigen Angaben zu den Partitionen zu sehen.
Im Bild rechts daneben die Auswahl der Diskettenlaufwerke. Das
RAM-Floppy und das Laufwerk B sind bereits fest definiert. In diesem
Beispiel werden 11 Laufwerke verwendet: A: (RAM-Floppy),
B: (780 KB Disk), C: (FP-System/MA), D: (FP /MA), E: (FP/MA), F: (FP/SL), G: (FP/SL),
H: (FP/SL), I: (780 KB Disk),
J: (780 KB Disk), K: (780 KB
Disk). Der Wert für die Anzahl der Laufwerke, muß als erster
EQU-Wert NDRIVES EQU eingetragen werden. Die Blockgrößen wurden hier
mit 2048 für 16MB, 4096 bis 32MB und 1024 für 8MB ausgewählt. Im
Mittel fast aller bekannten Dateien für den KC85 ergab sich eine Größe
von 7-8KB. Das heißt aber auch, daß diese Blockgrößen für die
Verzeichniseinträge ausreichen sollten.
- Insgesamt sind 16 log. Laufwerke A-P
möglich. Der RAM-Floppy A und den FP-Partitionen läßt sich keine weitere log. Einheit
zuordnen. Die übrigen logischen Laufwerke lassen sich nach Bedarf
für die
vier physik. Diskettenlaufwerken 0-3 verwenden. Es ist sinnvoll sich genaue Gedanken zu machen, wie
man sein System einrichtet. Es wird durch die Parameter
der verwendeten Datenträger und deren Einrichtung genau und
individuell konfiguriert. Beim Einrichten der logischen Diskettenlaufwerke
ist es vorteilhaft ein log. Laufwerk für das PC1715-Format und bei
Verwendung von 3.5" Disketten ein log. DOS-Format anzugeben. Das
bietet dann auch die Möglichkeit einen übergreifenden Datenaustausch zu
realisieren.
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Ist die fertige Datei OPTION.INC abgespeichert, kann sie mit dem
Assembler abgearbeitet werden. Hier zeigen sich evtl. vorhandene Fehler.
Nach einem fehlerfreien Durchlauf kann das erzeugte BIOS mit dem CCP und
dem BDOS zusammengesetzt werden. Aus den einzelnen Bestandteilen wird hier
mit LINK131 die spezielle Systemdatei erzeugt. (Hier als Beispiel KCEMUMAX.SYS
benannt)
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| Mit folgendem Aufruf wird der Vorgang gestartet:
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LINK131 KCEMUMAX.SYS=CCP,ZDDOS.ZRL,ZBIOS [D1600,OS,NR]
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Nach dem Aufruf von D (Dir) wird die erzeugte Systemdatei KCEMUMAX.SYS
angeseigt. Jetzt muß das System noch an sein Umfeld angepaßt werden. Soll
heißen: Es müssen noch die möglichen genutzten (peripheren) Geräte sowie Parameter zu einem startfähigen System zusammen gestellt werden. Das geschieht
ähnlich wie bei MicroDOS in der Systemgenerierung (MSYSG.COM). Hier
mit der Datei SYSGEN14.COM. Dazu sind die einzelnen
nötigen Punkte abzuarbeiten.
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Der wichtigste Punkt ist natürlich Punkt 1, in diesem wird die erzeugte Systemdatei ausgewählt. Zur Kontrolle werden die Systemparameter noch einmal aufgelistet. Die möglicherweise benötigten Treiber (z.B.: LST, KOP, ZAS) sollten auf der Diskette vorhanden sein.
Für die D004 Disk Basis die bereits mit der EPROM-Version 3.1 ausgerüstet ist, brauchen die Treiber für das TastaturInterface und ZAS nicht eingebunden werden.
Ist das erledigt wird der Parameter 6. Start-SUBMIT eingetragen. Er ersetzt während des Bootens die INITIAL.SUB von MicroDOS. Es ist zweckmäßig hier zunächst nur die Umschaltung auf Laufwerk B:
einzutragen. Wenn alles bestens funktioniert speichert man sein System auf die Systemspur der Partition (dann
auch in Punkt 6 auf LW C: umschalten). Zuerst wird aber probeweise von der
Diskette gestartet und somit auch mit sicheren Zugriff auf die Programme der Diskette.
(Punkt 7 B: angeben)
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Ist das System in den
Bootspuren der Diskette abgespeichert haben wir eine individuelle
Sytemdiskette mit ML-DOS. Während des startens werden folgende
Informationen, wie im Bild links unten angezeigt. Theoretisch ist jetzt
alles fertig. Es müssen nur noch mit dem Programm FORMAT32.COM,
die einzelnen Partitionen glatt gezogen werden. Es findet keine echte
Formatierung statt. Es werden die Bytes der Sektoren mit der Information
E5H versehen. Diese Sektoren werden so als leer interpretiert. Dieser Vorgang kann eine
ganze Weile dauern. Sollten physik. Defekte in den Sektoren sein wird
dieser Vorgang abgebrochen. Bei fehlerhaften Festplatten hilft auch eine
LOW-Level-Formatierung nicht weiter. Die Festplatten müssen absolut in
Ordnung sein, ohne defekte Sektoren !
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- Hat man das alles hinter sich
gebracht, ist man Besitzer eine komfortablen KC85-Systems. Nachdem alle gewohnten Programme / Datein auf
den neuen Datenträgern abgelegt sind,
kann man sich neben des größeren TPA's auch noch über die gigantische
Speicherreserven freuen. Im Bild
rechts, mal schnell mit der
Statusanzeige aufgelistet.
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- Unerschiede:
ZDDOS ZSDOS:
- Suchpfad
nein
ja
- DOS-Funktion ^10
nein
ja
- Datumsstempel
ja
nein
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- Für Anwender die ein System mit Festplatte aber kein NCCOM
verwenden möchten ist ZDDOS zu empfehlen.
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- Die neuen Systembefehle:
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- 0 ............... Rückkehr zum CAOS
- 1 ............... Bildschirm löschen
- D <maske> Directory auflisten
- E <maske> Dateien löschen
- H .............. Anzeige aller Kommandos
- U <user> .. USER-Bereich wechseln (unter ML-DOS z.B. auch
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A0>A15: oder B0>A5:)
- K <nr> ...... F-Tasten auflisten wenn nr nicht angegeben,
bzw.
-
F-Taste belegen, wenn nr angegeben ist
- G .............. Sprung zu 100H (Wiederstart von Programmen)
- T .............. Datum und Uhrzeit anzeigen
- T C ........... kontinuierliche Zeitanzeige bis irgendeine Taste
-
gedrückt wird
- T S ........... Uhr stellen (Eingaben entsprechend Aufforderung)
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ML-DOS und ZDOS stehen seit einiger Zeit zur freien Verfügung. Um die benötigten Dateien von ZDOS zu erhalten ein wenig
"googeln".
Vollständig ist es in den vier ZIP-Archiven: zsdos1.zip, zsdos2.zip, zsdos2.zip, zsdos2.zip (s.Linkseite)
- Die nötigen Dateien zum erstellen eines ML-DOS habe ich vom Autor
Wer hätte das 1989 überhaupt für möglich gehalten ?
Ein ungeteilter Dank, ... allen Entwicklern die daran unermüdlich gearbeitet haben.
Die Datei "KCemuMLD.zip"(360KB),
enthält einen startfähigen Diskettenabzug mit den Namen "KCemuMLD.max",
eines ML-DOS für den KCemu. Im KCemu einfach von diesem bootbaren
Dump-File starten. Die virt. Festplatten müssen im KCemu aktiviert sein.
Zum Einrichten sind die oben beschriebene Datei KCEMUMAX.SYS sowie die
notwendigen Dateien im USER-Bereich 15 vorhanden. Nach dem Start befindet
man sich auf Laufwerk A: (RAM-Disk), Userbereich 0.
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Ein kurzer Hinweis:
Da einige ältere, unmodifizierte Programme mit der Größe der Partitionen und den Laufwerk-/ Userbreichen nicht vollständig
laufen, empfiehlt es sich evtl. genutzte Programme(-Pakete) zu überprüfen. Meist ist bei 8 MB und acht Laufwerken die Grenze erreicht. Bis dahin
sind sie allerdings auch nutzbar. Einige u.g. Programme benötigen ihre zugehörigen Ergänzungen bzw. Konfigurations-, Hilfs- und Treiberdateien.
Im Einzelfall ist bei Verwendung dieser Programme darauf zu achten.
( ACOPY , BOOT , DEP 3.0 (2.2), DRIVER , LADE , LDIR , LGET , LPUT , MODF , NC , PMARC , PMEXT , POWER3.07, REN , SUBMI )
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