- Die
D004-Komponente FLOPPY DISK BASIS bildet das Kernstück des KC-Floppy-Systems. Sie schafft die Voraussetzungen dafür, daß die Diskette als neuer externer Speicher für das Grundgerät
genutzt werden kann. Sie besteht aus folgenden Komponenten:
- Zweites Mikroprozessorsystem mit 64 KByte RAM,- Integrierter ROM-Modul, - Koppel-RAM, - Floppy-Disk-Steuerung,
- Verbindung zum FLOPPY DISK DRIVE (FD-Interface) und - zwei Modulsteckplätze,- Verbindung zum KC-Grundgerät
(Expansionsinterface).
- Ein ROM-Modul mit 8 KByte Speichergröße ist im FLOPPY DISK BASIS fest integriert. Dieser integrierte ROM-Modul ist vom Grundgerät aus über die CAOS-Kommandos SWITCH und JUMP ansprechbar. Er hat die Steckplatzadresse FCH, die höchste Steckplatzadresse, die im KC-System möglich ist. Er besitzt das Strukturbyte A7H.
Der integrierte ROM-Modul enthält Software zur Anpassung des Gerätes FLOPPY DISK BASIS an die verschiedenen Grundgeräte, einen Anfangslader (Urlader) zur Übernahme der Betriebssysteme für die Betriebsarten von Diskette (z. B. DEP für die CAOS-Betriebsart oder MicroDOS für
die PC-Betriebsart), Zeichenbild- und Tastaturcodetabellen sowie Routinen
zur Organisation verschiedener Bildschirmformate. Mit dem Kommando JUMP
FC erfolgt der Start des Urladers.
- Die Erweiterung des KC-Grundgerätes zum KC-Floppy-System erfolgt durch ein
zweites Mikroprozessorsystem. Dieses System besitzt einen 64 KByte großen RAM und koordiniert den Datenaustausch zwischen Grundgerät und Floppy-Erweiterung.
Der Datenaustausch umfaßt z. B. in der PC-Betriebsart folgende Funktionen:
- - Tastatureingaben, - Bildschirmausgaben, - Nutzung von CAOS-Routinen, wie Grafik-, Farb- und Tonausgabe,
- - Verwaltung von Speichermodulen, z. B. als RAM-Floppy und - Zugriff auf Schnittstellenmodule, z. B. zur Druckerausgabe.
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- Das zweite Mikroprozessorsystem arbeitet mit einer Taktfrequenz von 4 MHz. Dadurch ist die Verarbeitungsgeschwindigkeit von Informationen im FLOPPY DISK BASIS etwa 2,3 mal höher als im KC-Grundgerät.
Der Koppel-RAM hat eine Speichergröße von 1 KByte und dient zum Datenaustausch zwischen den Prozessorsystemen. Der Zugriff ist für beide Seiten so gestaltet, daß die unterschiedlichen Systemtakte ausgeglichen werden.
Vom KC-Grundgerät aus wird der Koppel-RAM über I/OAdressen erreicht. Im D004-System liegt der Koppel-RAM im Adreßbereich
der CPU ab Adresse FC00H.
Die Floppy-Disk-Steuerung realisiert alle Vorgänge, die zum Datenaustausch zwischen KC-Grundgerät sowie dem KC-Floppy-System mit Diskettenlaufwerken notwendig
sind.
Sie ist in der Lage, mit maximal vier Diskettenlaufwerken zusammen zu arbeiten. Diese Baugruppe arbeitet mit dem Controllerschaltkreis U 8272, der es ermöglicht, mit dem KC-Floppy-System viele verschiedene
Aufzeichnungsformate für Minidisketten zu lesen und zu schreiben. Die Verbindung zum Diskettenlaufwerk
DISK DRIVE wird über das Floppy-Disk-Interface, FD-INTERFACE OUT, realisiert.
Die zwei kleinen hellen Hebelenden rasten nach einführen des Steckvers vom Floppydiskkabel, hinter der codierten Steckerleiste ein und verhindern so ein ablösen des Steckverbinders. Zum Transport lassen sie sich nach innen einklappen.
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- Nach dem Hochklappen der kleinen
Platine mit den Slots, ist die Sicht auf das Herz des D004 frei. In der
rechten Hälfte ist die originale U880 CPU zu sehen. Darüber der orig.
EPROM (Heftflaster), "gebrandmarkt" mit der Version 2.0 von
1989.
- Wer seine Floppy Disk Basis mit einer Festplatte
betreiben möchte,
kann sie mit ein wenig Bastelaufwand umrüsten. Wenn man schon dabei
ist, sollte man aber auch gleich den Eprom durch die Version 3.1
ersetzen. Genaueres zum GIDE gibt im KC-Club zu erfahren.
- Dieses Gerät dürfte das Sensibelste im Verbund sein. Die
häufigste Fehlerursache beim Zugriff auf Disketten ist eine verstellten
PLL. Dadurch ist die genaue Ansteuerung und Positionierung
des Magnetkopfes zum lesen und schreiben nicht mehr möglich. Die
ersten Anzeichen sind spürbar nach dem Warmwerden (ca. 15-25 Min.)
des Gerätes. Die Fehler häufen sich deutlich wenn auf den inneren
Bereich der Diskette zugegriffen wird Hier ist die gleiche Anzahl von
Sektoren, auf einem immer kleiner werdenen Spurumfang untergebracht. Das
heißt aber auch, daß die Positionierung genauer funktionieren muß. In
ganz seltenen Fällen ist es umgekehrt, da fängt das Gerät erst nach
dem Warmwerden an korrekt zu erbeiten. Die Ursache ist aber die
Gleiche.
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