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Der KC85/3 gehört zu den mit "BASIS DEVICE" gekennzeichneten Grundgeräten. Er war etwa ab Mitte 1986 im Handel erhältlich. Dieses Gerät kann ebenfalls
die Grundlage für ein erweiterungsfähiges Computersystem sein. Der 85/3 ist allerdings etwas begrenzter, im Hinblick auf einige neuere Erweiterungsmöglichkeiten
die durch engagierte Mitglieder des KC-Club's geschaffen wurden.
Während der KC85/4 im schlichten grau daher kommt, präsentiert sich der '3er hier in schwarz und einem Geräteaufsatz D002 BUSDRIVER. Seltener zu finden
ist der '3er in einem neueren grauen Gehäuse aus der '4er Produktion. Die Tastatur wird über einen 3 mm Klinkenstecker verbunden. Beim Anschluß an den
Antenneneingang eines Fernsehers ist dort der Kanal 12 zur Bildwiedergabe einzustellen. In älteren Beschreibungen wird von der Möglichkeit berichtet, bis
drei solcher Busdriveraufsätze betreiben zu können. Das trifft allerdings nur sehr bedingt zu. So können einige Module in den oberen Steckplätzen mitunter
Schwierigkeiten bereiten. Die zwei Module mit den silbernen Blenden sind zwei M022, jeweils aufgerüstet zum M011 mit 64KB. |
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Wie beim HC900 und KC85/2 wurden auch bei den ersten Geräten des KC85/3 die oberen Gehäuseschalen mit einem entsprechenden Schriftzug bedruckt. |
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[ Innenansichten ] KC
85/3 |
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In den unteren beiden Bildern ist der Bildschirm beim Vorgang des Einschaltens und das Menü von CAOS 3.1 des KC85/3 zu sehen. Der bunte Schirm erscheint
für den Bruchteil einer Sekunde. Im Unterschied zum KC85/4 müssen die Menübefehle bis zur '3er Version, bei manueller Eingabe vollständig ausgeschrieben
werden.
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Bei den Geräten der älteren Genaration waren die Innenseiten der Handbücher in 1A-Papierqualität, bis hin zum Glanzpapier. Darin macht es natürlich mehr
Spaß zu lesen, anders als in denen mit "Mikroschrift bedruckten Spanplattenfolien" der letzten Ausgaben. |
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Da 1985 die Entwicklung von Computern für den Bildungs- und Heimbereich von der höheren Politik, nun auch offiziell abgesegnet war, gab es eine Änderungen
bei der Namensvergabe. (Kampagne der erweiterten "Konsumgüterproduktion", schon vor 1985)
Der HC 900 vom VEB MPM erhielt die neue Bezeichnung KC 85/2. Langfristig durfte nunmehr auch "westliche Technik" eingeführt werden. Es sollte ein
größerer technologischer, sowie Wissensrückstand vermieden werden (CoCom-Liste des Westens). Breitere Bevölkerungskreise sollten sich mit dieser Technologie
vertraut machen können. In sogenannten An- und Verkaufläden oder in Zeitungsannoncen tauchten im Angebot immer häufiger Heimcomputer, zu gepfefferten Preisen, aus nicht
heimischer Produktion auf. |
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Handbuch , auf Abb.
klicken * pdf ca. 1,14 MB |
Handbuch , auf Abb. klicken * pdf ca. 1,23 MB |
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Beschreibung unten, auf Abbildung klicken.
Mit freundl. Genehmigung von Ulrich Z. ( pdf ca. 340 KB ) |
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Während im Handbuch KC 85/2 D001 Grundgerät das Betriebssystem in Kurzform erklärt wird, sind in dieser Systembeschreibung die Details zu CAOS 2.2
/2.1 aufgeführt. |
Diese
Beschreibung verdeutlicht noch einmal den engen Zusammenhang der Entwicklungen des KC85/2 und KC85/3. In dieser Ergänzung sind die Änderungen zum 85/3
separiert aufgeführt |
Von dem KC85/2 wurden mindestens zwei Varianten mit unterschiedlichen Platinentypen produziert. Die ersten waren einfach umbezeichnete HC 900 gewesen. Da es
mit den ersten Geräten Probleme bei der Verwendung von später produzierten Aufsatzgeräten und Modulen (Busdriver, M003, M011) gab, wurden die Platinen
nachgebessert und mündeten in der Platinenbasis für den KC85/3.
Letztendlich wurde der KC85/2 mit Platinen des vorgesehenen KC85/3, in reduzierter Bestückung ausgeliefert. Äußerlich sind diese KC's nicht eindeutig zu
unterscheiden. Die Umbezeichneten, haben fast immer das gelbe Firmenloge vor der Bezeichnung "KC85/2" stehen. Ein sicheres Merkmal zur Unterscheidung
ist das nicht, da auch schon viele neue Platinen verbaut wurden. Es sind Platinen mit unterschiedlichen EPROM-Inhalten bekannt. Zum Einem das frühere HC900-CAOS
und HC-CAOS 2.2. Letzteres wurde danach auf der neueren Platinenversion eingesetzt. |
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Die Entwicklung des KC85/3 war die logische Konsequenz, mal abgesehen von den verbesserten technische Eigenschaften eines derartigen Systems. Zum Beispiel
beherschten die Vorläufer keine Kleinbuchstaben. |
Mit der Umbenennung des HC 900 zum KC 85/2 wurde auch die Bezeichnung des Betriebssystems geändert. Der Quellcode zum HC-CAOS 2.2 ist fast identisch mit dem
des HC900-CAOS. |
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Die im BASIC-Modul enthaltenen Systemerweiterungen, nutzbar für den HC 900 und KC 85/2 , entsprachen einem späterem HC-CAOS 3.1 und wurden dann auch so als
* HC-CAOS 3.1 * im M006 implementiert.
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Der HC900 wurde u.a. auch in der Zeitschrift JUGEND+TECHNIK im Mai 1984 vorgestellt. Für den HC900 sollten zukünftig verschiedene Module entwickelt werden:
Speichererweiterungen (RAM, ROM), BASIC-Interpreter ; V.24-Schnittstelle (zum Anschluß peripherer Geräte wie, Drucker, Modem zur Datenübertragung, Spielhebel
, Lichtstift) ; Möglichkeit der digitalen Ein-Ausgabe von Signalen. Vorgesehen waren bereits auch verschieden Aufsatzgeräte: Einheit mit vier Modulschächten,
EPROM-Programmier- und Löscheinheit und der Anschluß einer Floppy-Disk-Einheit. Weitergehend wurde an die Möglichkeit gedacht 16KByte-ROM, Strichcodeleser,
Analog-Ein-Ausgabe und Sprachausgabe zu verwenden.
Die Möglichkeit des vielfältigen Einsatz des Heim-Computers HC 900 wurde auch von der politischen Führung zur Kenntnis genommen. Da der Begriff
"Heimcomputer" von deren Standpunkt aus, als "Spiele-Computer" westlicher Geräte belegt war, wurde er später zweckmäßiger Weise in KC 85/2 umbenannt.
Das KC steht für KleinComputer, was seine vielfältigen Möglichkeiten zur Nutzungs auch treffender kennzeichnet. Der Umstand, daß die ersten Geräte
vorwiegend für Bildungszwecke in gesellschaftlicher Einrichtung zur Verfügung gestellt wurden, war nicht der alleinige Umstand für die Namensänderung.
Da sich die politische Führung, die allseitige Bildung, besonders im naturwissenschaftlichen und technischen Bereich auf die Fahnen geschrieben hatten,
kam ihnen die Entwicklung eines derartigen Systems besonders entgegen. Der HC 900 mit HC900-CAOS funktionierte mitunter nicht richtig mit dem später entwickelten
D002 und M003. Auch mit dem M011 gab es Schwierigkeiten.. |
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Die besondere Gehäuseform wurde bis zum KC85/4 unverändert beibehalten. Das Gehäuse in der Seitenansicht. |
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Die spezielle Gehäuseform der KC-Serie unterscheidet sich von anderen üblichen Gehäuseformen. Dieser Entwurf entsprach seinem modularen Konzept, u.a. auch der
Möglichkeit mehrere Aufsatzgeräte über ein Expansionsinterface zu verbinden. Die seitlichen Streben, Kufen am Gehäuse waren ursprünglich zum einschieben in
Regalschienen gedacht. Allerdings wichen die Abmessungen von den üblichen Normmaßen ab (auch instabil) und konnten so nicht verwendet werden. Dafür bestand noch
Möglichkeit zum stapeln.
Der Name HC 900 setzt sich zusammen aus: HC für HeimComputer, die Neun in der 90 steht für das Jahrzehnt der Entwicklung und Produktion. Die letzte Null in der
900, für eventuelle Entwicklungsstufen. Das neunte Jahrzehnt eines jeden Jahrhunderts läuft von 81 bis 90 ! Nicht verwechseln mit der umgangssprachlichen
Verwendung der neunziger Jahre ! So ist z.B. das 19. Jahrhundert die Zeit vom 01.01.1801 bis 31.12.1900. Die komplette 90 in der Bezeichnung HC 900 sollte
weiterhin einen aktuelleren fortschrittlichen Technikstand, hin in Richtung Technolgie der kommenden 90'ger Jahre suggerieren. Das war der Technikstand aber
eben nicht, da es international (NSW) bereits die ersten 16-bit-Computer gab.
( NSW - Nicht sozialistische
Wirtschaft )
Der technologische Rückstand lag zur damaligen Zeit bei etwa 3-5 Jahren. In der NSW ließ sich damit kein nennenswerter Absatz mehr erzielen. So verblieb
der Computer danach größtenteils im Inland. Bei der Namensänderung wurde dann auch treffend an die Bezeichnung KC, der etwaige Stand der Entwicklung /
Produktion als Jahreszahl in die Bezeichnung zum KC 85/2 aufgenommen. Der Grad der Entwicklungsstufe wurde darin durch ein Schrägstrich getrennt.
Der geringe technolog. Rückstand erwieß sich später als kleiner Vorteil für das gesamte 8bit-KC-System. So konnte die Disketteneinheit bereits mit Laufwerken
größerer Kapazität ausgelegt werden. Mit 800 KB war so ein System deutlich besser ausgestattet, als ander vergleichbarer Homecomputer dieser
Generation. |
Der KC85/1, ursprünglich Z9001 später KC87, hat mit der KC85-Serie des VEB MPM nicht viel gemeinsam. Das ist eine andere Entwicklungslinie, mit vielen einzeln
steckbaren Modulen vom VEB Robotron-Meßelektronik "Otto Schön" Dresden gewesen.
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Anmerkung: Im Gespräch mit einem Kollegen aus dem VEB MPM, erfuhr ich im Frühjahr 1990 von der Planung eines 16-bit-Computers. Dieser sollte vorrangig
ein Spiele-Computer werden, nun auch entsprechend der neuen Marktsituation. Als Entwicklungsname erhielt er den Namen KC S 900. KC für Kleincomputer, S für
Spiele und die 90 wiederum für die Kombination des 9. Jahrzehntes und 90'er Jahre. Mein Einwand bezüglich der 90, das Jahr 2000 war in Sichtweite, wurde so
beantwortet: Der Name sei erst ein Provisorium, der endgültige Name könnte auch in Richtung KC (S)2000 laufen. Derzeit stand ohnehin eine Namensfindung auch
nicht zur Debatte. |